Wieso juckt die Kopfhaut im Winter mehr als im Sommer?

 

Anders als im Sommer gibt es im Winter gleich mehrere Faktoren, die der sensiblen Kopfhaut das Leben schwer machen beziehungsweise sie austrocknen. Und ist sie erst einmal trocken, spannt und juckt es. Zudem kommt es vermehrt zu Schuppen. 

 

Einer der Hauptübeltäter ist das allgemeine winterliche Klima, denn die trockene und kalte Luft entzieht der Kopfhaut ihre natürliche Feuchtigkeit. Im wahrsten Sinne “befeuert” wird dies von der trockenen Heizungsluft, die wir zu dieser Jahreszeit drinnen überall haben. Lange und heiße Duschen tun ihr Übriges. 

 

Sieben Experten-Tipps, um juckende Kopfhaut im Winter zu vermeiden

 

Damit diesen Winter kein Juckreiz aufkommt und die Flocken nur aus dem Himmel fallen und nicht auch vom Kopf, hat unser M:ID Experte Dr. Thomas Welss die sieben wichtigsten Tipps zusammengetragen.

 

1. Statt kratzen sanft massieren


So verlockend es auch ist, vermeide es an juckenden Stellen zu kratzen. Das kann die Kopfhaut schädigen und zu weiteren Reizungen führen. Besser ist es, mit den Fingerspitzen den Juckreiz sanft weg zu massieren. Zudem regt dies die Durchblutung an und die Kopfhaut kann sich so selbst schneller regenerieren. 

2. Auf milde Reinigung achten


Gerade im Winter ist es für all jene, die an trockener Kopfhaut leiden, wichtig, ein mild-reinigendes Shampoo zu benutzen. So bleibt der natürliche Hautschutz durch das sogenannte Kopfhaut-Sebum erhalten, was vor dem Austrocknen der Haut schützt. 

 

Weitere Produkte wie ein Moisture Conditioner, Anti-Schuppen Tonic oder Ähnliches können deine Pflege dann noch unterstützen. Um genau diese passgenauen und optimalen Pflegeprodukte für die Winterzeit zu finden, lohnt es sich hier bei M:ID den Haar-Test zu durchlaufen, der dir individuelle Empfehlungen gibt.

3. Ernährung anpassen


Gerade im Winter ist es für die Haut und damit auch die Kopfhaut wichtig, dass du dich ausgeglichen und gesund ernährst. In der trockenen Zeit solltest du der Haut ausreichend Fette zur Verfügung stellen. Ganz oben stehen dabei ungesättigte Fette, die beispielsweise Omega-3 oder Omega-6 Fettsäuren enthalten. 

 

Tische dir daher ausreichend Nüsse, Leinsamen und Fischereiprodukte auf. Trinken ist ebenfalls wichtig: Mindestens zwei Liter pro Tag, am besten in Form von Wasser, halten die Haut frisch.

4. Haarstyling überdenken


Um stilsicher aufzutreten, müssen auch die Haare sitzen. Besonders in Perioden extremer Witterungen solltest du allerdings überdenken, ob weniger nicht manchmal mehr ist. 

 

Heiße Föhnluft etwa kann bei schon trockener Kopfhaut weiter zu Reizungen führen. Auch wenn es morgens schnell gehen muss, solltest du die Haare mit dem Handtuch trocken tupfen und erst dann mit geringer Temperatur föhnen. Wenn möglich, lass das Haar nach der Wäsche so lange wie möglich an der Luft trocknen und föhne dann nur noch die letzte Feuchtigkeit heraus. 

 

Benötigst du  Stylingprodukte, dann achte auf pflegende Eigenschaften. Weniger Gele und eher Haarwachs oder Pomade helfen dabei, die Haare zu pflegen und die Kopfhaut nicht weiter zu strapazieren. Du solltest sie nur sparsam verwenden.

 

5. Weniger heiß duschen

 

Es gibt kaum etwas Schöneres, als an klirrend kalten Tagen heiß zu duschen. Deine Kopfhaut sieht das allerdings anders und wird sich prompt zu Wort melden, wenn du zu lange zu heißes Wasser über sie laufen lässt. Zumindest für das Haarewaschen solltest du die Temperatur herunterregeln und lieber nur laues Wasser an deinen Kopf lassen. So bleibt der natürliche und schützende Fettfilm der Kopfhaut intakt und die Kopfhaut trocknet nicht so schnell aus.

6. Mützen immer wieder lüften

 

Auch Mützen tragen, kann die Kopfhaut negativ beeinflussen. Trägt man kontinuierlich eine Mütze, so entwickelt sich auf der Kopfhaut ein Mikroklima, was das Wachstum der Kopfhaut-Mikroben auf der Kopfhaut begünstigt. Diese Mikroben ernähren sich in der feuchtwarmen Umgebung, die reich an Nährstoffen wie dem Sebum ist, hervorragend. Leider reizen die Abbauprodukte unsere Kopfhaut und sie fängt an zu jucken und Schuppen zu bilden. 

 

Oft reicht es, wenn du immer wieder mal die Mütze abnimmst und die Kopfhaut “lüftest”. Falls das nicht hilft, kann der M:ID Haar-Test helfen, die richtige Pflege zu finden (z.B. M:ID Shampoo Anti-Schuppen). 

 

7. Wasserhärte überprüfen

 

Gerade in großen Städten ist das Leitungswasser oftmals “hart”, sprich besonders kalkhaltig. Und dieses lagert sich leider auch gerne auf der Kopfhaut und im Haar ab. Während das Haar aufgeraut wird und an Elastizität verliert, trocknet die Kopfhaut verstärkt aus. Überprüfen kannst du die Wasserhärte auf der Website deines Wasserbetriebes. 

 

Kommt bei dir hartes Wasser aus der Leitung, macht eventuell die Investition in einen Duschkopffilter Sinn und die Nutzung unseres Tonics Beruhigende Pflege, das dabei hilft, die natürliche Barrierefunktion der Kopfhaut zu stärken.

 

Dein Hauptproblem rieselt auf die Schultern? Dann lies hier noch mehr zum Thema Schuppen. Tipps und Tricks rund ums Männerhaar gibt’s übrigens auch bei uns auf Instagram