Haare auf Kopfkissen, in der Dusche und auf der Kleidung – für keinen Mann ist Haarausfall ein angenehmes Thema. Gerade bei jungen Männern passt schütter werdendes Haar nicht zum Bild vom eigenen Aussehen.

 

Der Leidensdruck ist oft enorm. Wir klären auf, wie Haarausfall entsteht und wie du ihn entschleunigen oder auch stoppen kannst. Und ein paar Tipps zur Vorbeugung gibt es noch obendrauf, denn dem Haarausfall wenig Angriffsfläche zu bieten, ist meist die beste Strategie.

 

Rund 70-100 Haare verliert der Mensch am Tag. Verliert man mehr, spricht man meist von Haarausfall bzw. Alopezie. Auch junge Männer kennen dieses Phänomen. Zwar will sich mit Anfang 20 wahrscheinlich kein Mann mit diesem Thema beschäftigen, es kann aber durchaus sein, dass da die Haare bereits den Abfluss verstopfen oder sich auf dem Teppich sammeln. Unweigerlich kommt dann die Frage auf, ob es nun Richtung Glatze geht. Und tatsächlich hat fast jeder Dritte der 30-Jährigen eine Halbglatze.*.


* Expert Reviews in Molecular Medicine: Ellis et al., 2002 

Mit vier Schritten das volle Haar behalten

 

Was kannst du tun, wenn du befürchtest an Haarausfall zu leiden? Wir raten, erst einmal tief durchzuatmen und nicht in Panik zu verfallen. Mach dir bewusst, dass es inzwischen effektive Methoden gibt, Haarausfall zu behandeln. Und vielleicht hilft ja auch der Gedanke, dass du nicht allein bist: Abermillionen Männer machen gerade das Gleiche durch. Aber was kannst du ganz praktisch tun? 

 

Hier eine kleine Anleitung in vier Schritten:

  1. Identifiziere, ob du wirklich an Haarausfall leidest
  2. Ursache für Haarausfall ergründen
  3. Maßnahmen ergreifen und Haarausfall stoppen
  4. Weiterem Haarausfall vorbeugen

 

Schritt 1: Identifiziere, ob du wirklich an Haarausfall leides

 

Zuallererst solltest du dich fragen, ob du wirklich von Haarausfall betroffen bist. Fallen dir lichte Stellen im Haar auf oder rückt der Haaransatz weiter nach hinten? Sprich mit Vertrauenspersonen, z.B. Freunden und Familie, und frag sie, ob ihnen etwas an deinen Haaren aufgefallen ist. Mach dich schlau, ob es in deiner Familie Fälle von Haarausfall gibt, ganz egal ob mütterlicher- oder väterlicherseits.


Willst du es ganz genau wissen, dann suche deinen Arzt oder deine Ärztin auf, vorzugsweise eine/n Dermatologe/in. Je nach Vorgeschichte werden dann Tests durchgeführt, wie zum Beispiel ein Epilationstest. Hierfür werden an mehreren Stellen kleine Haarbüschel gegriffen und gezogen.

 

Anhand der ausgerissenen Haare kann bestimmt werden, ob verstärkter Haarausfall vorliegt. Du kannst auch nach einer Haarwurzelstatusanalyse (Trichogramm) fragen, die Aufschluss über das Wachstumsverhalten der Haare gibt. Die Kosten für eine solche Untersuchung werden aber in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.

 

Schritt 2: Ursache für Haarausfall ergründen

 

Okay, du bist betroffen? Im nächsten Schritt solltest du herausfinden, was die Ursache für deinen Haarausfall ist. Die häufigsten Auslöser von Haarausfall beim Mann sind:

  1. Erblich bedingter Haarausfall
  2. Krankheitsbedingter Haarausfall
  3. Stressbedingter Haarausfall
  4. Ernährungsbedingter Haarausfall

 

Erblich bedingter Haarausfall

 

Erblich bedingter Haarausfall oder androgenetische Alopezie ist mit Abstand der häufigste Grund für Haarausfall beim Mann. Bei etwa 80 Prozent aller Männer ist der Haarausfall genetisch vorprogrammiert – bei manchen stärker und bei manchen schwächer ausgeprägt.


Schuld an dem Haarausfall ist das Hormon Dihydrotestosteron (DHT), ein Stoffwechselprodukt von Testosteron. DHT verkürzt die natürliche Wachstumsphase der Haare und sorgt dafür, dass sie früher ausfallen. Manche Haarwurzeln reagieren besonders empfindlich auf DHT. Die Folge: Das Haarfollikel verkümmert und nach einer Weile wachsen keine Haare mehr nach.

Krankheitsbedingter Haarausfall

 

Krankheiten sind der zweithäufigste Grund für Haarausfall beim Mann.

Meist kommt dieser in der Form von kreisrundem Haarausfall (Alopezia arreata) vor: Mehrere scharf abzugrenzende, zumeist kreisrunde Stellen werden kahl. Der Auslöser ist noch nicht vollständig geklärt, wahrscheinlich ist aber, dass sich das Immunsystem, der natürliche Abwehrmechanismus des Körpers, sich gegen die eigenen Haare richtet. Auch psychische Erkrankungen können Auslöser ein.

Von diffusem Haarausfall (Alopecia diffusa) spricht man, wenn die gesamte Kopfpartie gleichmäßig vom Haarausfall betroffen ist. Schwere Infektionen wie eine hartnäckige Grippe oder auch Stoffwechselstörungen können diese Form von Haarausfall auslösen. Auch einige Corona-Erkrankte berichteten, dass sie verstärkt unter Haarausfall gelitten hätten.


Bestimmte Medikamente können ebenfalls zu Haarausfall führen, allem voran die Zytostatika, die bei Chemotherapien eingesetzt werden. Aber auch Blutdrucksenker, Fettsenker oder Medikamente gegen Epilepsie und Rheuma können Gründe für Haarausfall sein.
 
Des Weiteren gibt es auch Erkrankungen der Kopfhaut, die zu Haarausfall führen. Bei intensivem Juckreiz, Rötung und Schuppen hat sich wahrscheinlich eine Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) breitgemacht. Bei stark betroffenen Partien können die Haare gemeinsam mit den Schuppen abgehen. Zudem wird die Nachbildung der Haare durch die Schuppenflechte gestört.

Stressbedingter Haarausfall

 

Stress ist Gift für unsere Haare. Anhaltender Stress, zum Beispiel bei einer Überbelastung im Job oder auch bei Beziehungsproblemen, kann Haarausfall auslösen.

 

Eine Studie aus Korea hat gezeigt, dass Männer, die mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten, ein signifikant höheres Risiko haben, ihre Haare zu verlieren.* Schuld haben vermutlich Botenstoffe wie z. B. Noradrenalin, deren Konzentration sich bei Stress erhöht, und Entzündungsprozesse am Haarfollikel auslöst – also an der Struktur, die die Haarwurzel umgibt. Wie bei der androgenetischen Alopezie wird die Wachstumsphase des Haares vorzeitig beendet und das Haar fällt verfrüht aus.


* Studie zur Beziehung von hoher Arbeitsbelastung und Haarausfall

 

Ernährungsbedingter Haarausfall

 

Ernährungsbedingter Haarausfall ist meist diffus, sprich, der gesamte Kopf ist gleichmäßig betroffen. Hier ist die Haarwurzel zwar intakt, allerdings fehlt es ihr an wichtigen Nährstoffen wie Spurenelementen, Eiweißen, Fetten und Vitaminen.

 

Insbesondere Biotin und B-Vitamine, Aminosäuren wie z. B. Cystin und Mineralstoffe wie Eisen und Zink müssen über die Blutbahn zur Haarwurzel gelangen, damit diese ihren normalen Wachstumszyklus durchleben kann. Bei schlechter, unausgewogener Ernährung kann Haar verstärkt ausfallen – ein deutliches Warnsignal, schnell etwas zu ändern.


Schritt 3: Maßnahmen ergreifen und Haarausfall stoppen 

 

Erblichen Haarausfall stoppen

 

Leidest du unter erblich bedingtem Haarausfall, hast du mehrere Optionen. Zum einen kannst du ihn natürlich einfach hinnehmen, immerhin ist es etwas ganz Normales. Allerdings hättest du sicherlich nicht so weit gelesen, wenn dies für dich wirklich in Frage käme. Daher bleiben dir Option zwei, die Behandlung des Haares mit entsprechenden Produkten und Option drei, die medikamentöse Behandlung, die aber nur unter ärztlicher Aufsicht geschieht und einige Risiken birgt.


Lass uns das Feld von hinten aufräumen: Option drei ist der Wirkstoff Finasterid. Der 5-Alpha-Reduktasehemmer mindert die Bildung von Dihydrotestosteron und eliminiert somit auch die Hauptursache für Haarausfall. Klinische Studien haben die Wirksamkeit von Finasterid bei androgenetischer Alopezie, also erblich bedingtem Haarausfall, nachgewiesen.

 

Das Medikament muss allerdings täglich oral eingenommen werden und hat mitunter dramatische Nebenwirkungen: Libidoverlust, Impotenz und Depressionen. Mehrere Männer berichten auch von dem sogenannten Post-Finasterid-Syndrom - irreversiblen Nebenwirkungen, die selbst Jahre nach Absetzen des Medikaments noch auftreten. Man muss daher gut abwägen, ob man so radikal in den eigenen Hormonhaushalt eingreifen will. Am besten bespricht man dies mit seinem Arzt, der Wirkstoff ist sowieso verschreibungspflichtig.


Deutlich sanfter ist Option zwei: Die externe Anwendungen von Wirkstoffen mittels Shampoo oder Tonic, die die Haarfollikel schützen und stärken. Als effektiv haben sich hier die Bioaktivstoffe Carnitin Tartrat, Taurin und Echinacea hervorgetan, die wir für die Anti-Haarausfall Produkte von M:ID in eine vitalisierende Pflegeformel integriert haben.

 

Eine klinische Studie hat nachgewiesen, dass diese Formel bei 71 Prozent der Männer nach sechs Wochen für eine signifikant gesteigerte Haardichte sorgt und auch die Haarstruktur deutlich verbessert wird.
 
Die Formel funktioniert deshalb so zuverlässig, da das Carnitin Tartrat regulär im menschlichen Gewebe vorkommt, wo es die natürliche Wachstumsphase der Haare verlängert. Taurin ist ebenfalls ein körpereigenes Abbauprodukt, das beim Stoffwechsel entsteht. Es stärkt den Energieumsatz in der Haarwurzel und beschleunigt so das Haarwachstum. Echinacea wirkt ähnlich: Der pflanzliche Stoff regt die Haarwurzeln dazu an, mehr Wachstumshormone zu produzieren.

 

Krankheitsbedingten Haarausfall stoppen

 

Vermutest du, dass du unter krankheitsbedingtem Haarausfall leidest, ist der Weg zum Arzt unvermeidbar. Kläre ab, was genau den Haarausfall verursacht und bespreche mögliche Behandlungswege. Gerade beim kreisrunden Haarausfall ist es allerdings nicht immer möglich, eine genaue Ursache zu definieren und das Problem somit beim Schopf zu packen. Hier empfiehlt es sich, den Lebensstil und die Haarpflege soweit zu optimieren, dass diese als Ursache ausgeschlossen werden können und zudem das Haarwachstum fördern. In der Regel regeneriert sich die Haardichte, ist die Krankheit besiegt.

 

Stress als Auslöser für Haarausfall meiden

 

Stressbedingter Haarausfall wird meist erst nach zwei bis vier Monaten nach Beginn der Stressphase bemerkt. Trauerfälle, Trennungen und hohe Arbeitsbelastung können Auslöser sein. Und fallen die Haare erst einmal aus, sorgt dies natürlich für noch mehr Stress.

 

Nun lässt sich Stress nicht einfach aus der Welt schaffen und den Job zu kündigen, um die Haare zu retten, ist auch nicht für jeden die erste Option. Trotzdem solltest du das Wissen nutzen und dich fragen, was du gegen den Stress tun kannst. Hier muss jeder Mann sein eigenes Rezept finden. Das Einhalten von Erholungsphasen, Sport, Meditation oder auch eine Therapie können stressbedingten Haarausfall einen Riegel vorschieben.

 

Ernährungsbedingten Haarausfall stoppen

 

Leidest du an ernährungsbedingten Haarausfall, wird es höchste Zeit, dass du etwas an deinem Lebensstil änderst und Junk Food aus der Küche verbannst. Achte auf eine ausgewogene Ernährung und dass du ausreichend Spurenelemente, Proteine, Fette und Kohlenhydrate zu dir nimmst, ganz egal, welche Ernährungsart du präferierst. Besonders wichtig sind Vitamin-D, Vitamin B12, Eisen, Zink, Selen und Biotin. Superfood im Bezug auf Haarausfall sind zum Beispiel Nüsse. Weitere Tipps würden den Rahmen des Artikels sprengen, wir gehen aber in weiteren Beiträgen noch stärker auf das Thema Ernährung im Bezug auf Haargesundheit ein.

 

In jedem Fall ist es sinnvoll, auch das Gespräch mit deinem Arzt oder deiner Ärztin zu suchen, was genau die Ursachen für die Mangelerscheinungen sind. Befolge die Ratschläge des Arztes, esse ausgewogen und wenn sinnvoll (und vom Arzt empfohlen) nutze zeitweise Ergänzungsmittel.

 

Schritt 4: Haarausfall vorbeugen

 

Du leidest gar nicht an Haarausfall, hast aber die Sorge, dass er dich irgendwann einholt, weil beispielsweise einige Männer in deiner Familie schütteres Haar haben? Dann beuge vor. Denn sind die Haare erst einmal weg, ist es fast immer zu spät. Es ist deutlich effektiver, dem Haarausfall erst gar keine Angriffsfläche zu bieten. Mit den folgenden fünf Tipps gelingt es dir.

 

1. Gesunde Ernährung

 

Wichtig ist, dass du deinen gesamten Körper und somit auch deine Kopfhaut und Haarwurzeln ausreichend mit den richtigen Nährstoffen versorgst. Mach dich schlau, welche Nährstoffe dir vielleicht fehlen und wie du sie zu dir nehmen kannst.

 

2. Stress vermeiden bzw. kompensieren

 

Achte darauf, dass auf Stressphasen Ruhephasen folgen. Treib ausreichend Sport oder suche andere Wege, damit du dich glücklich und ausgeglichen fühlst.

 

3. Haare richtig pflegen

 

Eine gestörte Kopfhaut kann Haarausfall begünstigen, achte also immer auf die richtige Haarpflege. Verwende ein auf deine Haare und Kopfhaut abgestimmtes Produkt wie die von M:ID. Wenn du bei dir bereits erste Anzeichen von Haarausfall erkennen kannst ist der frühzeitige Einsatz von Anti-Haarausfall Shampoo und Tonic ebenfalls wichtig. Regelmäßige Kopfmassagen, zum Beispiel beim Einmassieren eines Tonics, fördern außerdem die Durchblutung der Kopfhaut und somit auch deren Gesundheit.

 

4. Wenig Alkohol trinken

 

Regelmäßiges Trinken wirkt sich negativ auf die Haarwachstumsphasen aus und fördert Haarbruch. Ab und an ein Bier oder ein Glas Wein zu trinken, ist aber ok.

 

5. Nicht rauchen

 

Da rauchen die Blutgefäße schädigt und somit auch die Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen, leiden Raucher fast doppelt so häufig an Haarverlust wie Nichtraucher. Ist die Lust auf die Kippe das wert?


Wir hoffen, dass dir die Erklärungen und Tipps helfen, deine Haare besser zu verstehen und in den Griff zu bekommen. Solltest du an Haarausfall leiden oder ihm vorbeugen wollen, informiere dich hier über unser M:ID Anti-Haarausfall-Produkte. Wie immer freuen wir uns sehr über dein Feedback unten in den Kommentaren und auch über Anregungen zu künftigen Artikeln.